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Sabine Ellerbrock, Weltranglistendritte im Rollstuhl-Tennis, am Finalsonntag bei den Leipzig Open

2013 krönte Sabine Ellerbrock ihre beeindruckende Karriere mit dem Sieg bei den French Open – dem ersten deutschen Grand-Slam-Titel überhaupt. Nachdem sie für längere Zeit die Nr. 1 der Rollstuhl-Tennis-Weltrangliste war, wird sie gegenwärtig auf Position 3 geführt. Trotz vieler Widrigkeiten verfolgt sie ihr großes Ziel: die Teilnahme und ein erfolgreiches Abschneiden bei den Paralympics 2016 in Rio.

Sabine Ellerbrock, aktuelle Nr. 3 der Weltrangliste

Die 38-Jährige Ellerbrock will bei dem Showkampf am Sonntag (vor dem Damen-Finale des ITF) vor allem zeigen, was sie mit ihrem High-Tech-Rollstuhl so alles drauf hat. „Viele Menschen sind erstmal baff“, so Sabine Ellerbrock. Auch ehemalige Spitzenspielerinnen wie Martina Navratilova staunen darüber, „was koordinativ und kraftmäßig dazugehört“.

Am Sonntag wird ihr Coach Petr Zamecnik ihr Sparringspartner sein. Mit einem „Fußgänger“ als Gegner könne sie einfach mehr zeigen, was an Dynamik so alles möglich sei. Im Vergleich zum „Fußgänger-Tennis“ ist die einzige Regelabweichung, dass der Ball statt einem, zwei Mal aufspringen darf – auch außerhalb des Feldes.

Seit 2009 ist Sabine Ellerbrock aktive Rollstuhl-Tennisspielerin. 2007 hatte eine misslungene Routineoperation ihr Leben drastisch verändert. Ein Hämatom wurde nach einem Eingriff wegen eines Kompartment-Syndroms zu spät erkannt. In der Folge kam es zu einem Morbus Sudeck, einem regionalen Schmerzsyndrom. Seitdem ist ihr rechter Fuß in einer Sichelform versteift. Für sie ist es seither bestenfalls zeitweise möglich sich auf Gehhilfen fortzubewegen.

Im Hauptberuf ist Sabine Ellerbrock Gymnasiallehrerin für Biologie, Sport und Mathematik. Im Gegensatz zu ihren Konkurrentinnen aus dem Ausland kann sie leider nicht von ihrem Sport leben. Das liegt vor allem an der fehlenden Lobby für Rollstuhl-Tennis in Deutschland, das für die zweimalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin in dieser Hinsicht noch eine Art Entwicklungsland darstellt.

>> Webseite von Sabine Ellerbrock