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Glückliche Vergangenheit! - Die Stiftung zur Förderung des Steffi-Graf-Nachwuchszentrums unterstützt Tennistalente in Sachsen

Der 30. September 1990, drei Tage vor der deutschen Wiedervereinigung, gilt als der größte anzunehmende Glücksfall in der Geschichte des sächsischen Tennissports. Unter Tränen hatte an diesem Tag Steffi Graf, zu dieser Zeit Weltranglistenerste, ihren Siegerscheck über 45.000 Dollar an den damaligen Präsidenten des Sächsischen Tennisverbandes (STV), Wolfgang Lassmann, übergeben. „Das ist für Sachsen“, sagte Steffi, und auf Nachfrage wurde sie konkreter: „für den Nachwuchs“.

Heute hütet der Vorsitzende der „Stiftung zur Förderung der Steffi-Graf-Nachwuchszentzums“ dieses Erbe wie einen Schatz. Denn dafür, dass diese „Geste der Herzenswärme und Symbol für die Vereinigung des deutsch-deutschen Tennissports“ auch für ihren gedachten Zweck eingesetzt werden konnte, hatte Lassmann erst kämpfen müssen. Sofort im Anschluss an Steffi Grafs Spende hagelte es Anfragen von  Tennisvereinen aus ganz Sachsen, wie viel von der Summe denn ihnen zustünde. „Jedes Kind hätte demzufolge 28 D-Mark erhalten“, so Lassmann. „Mir war schnell klar: Um Gottes Willen, wir können das Geld nicht verteilen.“

Mit Zustimmung der großzügigen Spenderin selbst legte Lassmann mit der Summe den Grundstein für eine Stiftung, um den gesamten Tennisnachwuchs Sachsens voran zu bringen. Ziel war es, sowohl den Breiten- als auch den Spitzensport im Land zu fördern, „und zwar pari pari -  aber das ist teuer“. Als weiteren Baustein dieser Strategie trieb der STV unter Wolfgang Lassmann den Bau der Vier-Felder-Halle auf dem Gelände der Sportschule in Leipzig-Abtnaundorf voran. „Das Nachwuchszentrum, auch mit den dortigen preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten, ist heute für uns Gold wert“, sagt Lassmann.

Während sich durch die Anlagen auf dem Gelände der Sportschule die Trainingsmöglichkeiten deutlich verbesserten, flossen die Zinserträge, die je nach Zinslage zwischen 5.000 und 10.000 Euro pro Jahr ausmachten dem Stiftungskapital zu, das unter anderem dank einer Nachstiftung von Lassmann selbst auf heute rund 120.000 Euro angewachsen ist. Aus diesen Mitteln kann laut Haushaltsplan des Kuratoriums vor allem die Nachwuchsarbeit im Bereich der Jüngstenturniere  gefördert werden. Durch diese Art der Förderung erhalten auch Talente der zweiten Garde im STV die Möglichkeit, Turniererfahrung zu sammeln und sich so für höhere Turnierklassen zu empfehlen. Und für die etwas Älteren wird es im Rahmen der LEIPZIG OPEN 2014 auch in diesem Jahr wieder den Steffi Graf Team Cup geben.

„Wir hatten 1990 viel Glück“, sagt Lassmann. Allein der Name Steffi Graf wird Spieler noch über Jahrzehnte motivieren. Aber man muss aus dem Glück auch etwas schmieden“. Das – so wissen wir heute – ist dem STV mit seinen Entscheidungen in überzeugender Weise gelungen.

Siehe auch

>> Rosige Zukunft! Die LEIPZIG OPEN GmbH fördert Tennisentwicklung in Sachsen