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Lea Gasparovic, Deutsche Meisterin U18 und Wildcard-Inhaberin ITF, ganz privat im Interview

Die Deutsche Meisterin U18 aus der letzten Hallensaison, Lea Gasparovic, erhielt für das ITF Damen Turnier der LEIPZIG OPEN 2015 eine Wildcard. Wir befragten sie zu ihrem schönsten Tennismoment, ihren Zielen für die LEIPZIG OPEN 2015 und ihrem Plan für die Zukunft. Das Interview führte Florian Lenck (FL), Vorstand Sport des Leipziger TC 1990 e.V..

Gasparovic, Lea (geboren 09.07.1997 in Aachen, Sternzeichen Krebs)
Berufswunsch: WTA No. 1
Verein: TK Blau-Weiß Aachen
Größter Tenniserfolg: Deutsche Meisterin U18 (2014)
Schlaghand: rechts, bester Schlag: Vorhand longline
Lieblingsbelag: Rebound Ace
Sportliches Vorbild: Viktoria Azarenka
Lieblingsessen: schwierige Frage, alles außer vegan

 

FL: Lea, zunächst zu dir persönlich. Du spielst seit deinem vierten Lebensjahr Tennis und hast das ambitionierte Ziel es ganz nach oben auf die Weltrangliste zu schaffen. Aktuell hältst du den Titel der Deutschen Meisterin. Wie oft trainierst du aktuell für deinen Erfolg?

Lea: Ich trainiere 6 Mal die Woche, fünf Stunden pro Tag.

 

FL: Wenn du nicht in deinem Heimatverein TK Blau-Weiß Aachen trainierst, wo spielst du am liebsten?

 

Lea: Im Zadar Borik Resort in Kroatien. Schlägt man den Ball über den Zaun, landet er im Meer.

 

FL: Und welche Erfahrungen hast du diese Saison schon im direkten Zweikampf und mit der Mannschaft sammeln können?

 

Lea: Mit der Mannschaft sind wir leider aus der 1. in die 2. Bundesliga abgestiegen. Nationale Turniere habe ich in Deutschland, Belgien und in den Niederlanden gespielt. Mit den Erfolgen war ich ganz zufrieden. Die Erkenntnis daraus war, dass ich mit Spielerinnen bis Ranglistenposition 250 WTA mithalte und die ein oder andere auch schlagen kann.

 

FL: Das lässt ja für die Erfolge bei den LEIPZIG OPEN hoffen. Welche Chancen rechnest du dir für die LEIPZIG OPEN 2015 aus?

 

Lea: Da ich Anfang dieses Sommers vom Juniorinnen- zum Damen-Circuit gewechselt habe, weiß ich, wie schwer es ist, sich da durchzusetzen. Wenn es richtig gut bei mir läuft, kann ich durchaus ins Finale kommen. Ansonsten wäre ich mit zwei/drei gewonnenen Runden schon zufrieden.

FL: Lea, das klingt nach einem tollen Plan. Wir sind sehr gespannt! Es ist ja immer interessant zu hören, welchen Ruf die LEIPZIG OPEN in der Ferne genießen. Wie ist das in Aachen?

 

Lea: Die Trainer empfehlen auf jeden Fall, die LEIPZIG OPEN zu spielen. Spielerinnen, die schon einmal daran teilgenommen haben, empfehlen und loben ebenfalls das Turnier.

 

FL: Du hast ja im letzten Jahr schon einmal an den LEIPZIG OPEN teilgenommen. Was zeichnet für dich die LEIPZIG OPEN besonders aus?

 

Lea: Im Gegensatz zu den ITFs, an denen ich bisher teilgenommen habe, sind die LEIPZIG OPEN deutlich professioneller organisiert. Beim Betreten der Anlage herrscht ein besonderes Flair. Die Organisation oder die Verantwortlichen, aber auch die Helfer sind sehr zugänglich und deutlich freundlicher als bei anderen ITF Turnieren. Ich denke, das liegt aber auch ein Stück an Leipzig ;-)  

 

FL: Dir gefällt also Leipzig als Stadt?

 

Lea: Das mit Leipzig ist so eine Sache: Als ich mit Papa (auch mein Trainer) das erste Mal da war, waren wir von Leipzig so begeistert, dass wir das zu Hause erzählt haben und alle unbedingt auch mal dahin wollten. Ein paar Wochen später sind wir übers Wochenende hingefahren (Bruder, Schwester, Mama, Papa und ich). Mittlerweile sind alle von Leipzig so begeistert, dass wir weiterer drei Mal ein verlängertes Wochenende in Leipzig verbracht haben. Und das Merkwürdige daran ist, wir können gar nicht genau sagen, was uns so dahin zieht.  In einem sind wir uns einig: Wenn wir mal in eine andere Stadt ziehen, dann nach Leipzig!!

 

FL: Lass uns noch ein kleines Spiel am Schluss spielen. Beende bitte meine Sätze. Wenn ich mich in zwei Gewinnsätzen beschreiben müsste..

Lea: Ich kann alle Schläge, kann sehr hohes Tempo spielen und sehr gut variieren. Allerdings, wann ich was und  in welcher Spielsituation anwende, ist noch nicht ganz bis zu mir vorgedrungen ☹ Kommt aber noch!

FL: Das waren jetzt drei! ☺ Es geht weiter: Mein schönster Tennismoment war…

Lea:  …das Gewinnen der Deutschen Meisterschaft U18.

FL: Federer oder Djokovic? 

Lea: Federer!

FL: Gute Wahl! Verlieren bedeutet für mich... 

Lea: …Weltuntergang. Chaos. Tsunami… 

FL: Live würde ich gerne mal sehen... 

Lea: …Steffi Graf, Goran Ivanisevic.

FL: Meine Freunde beschreiben mich... 

Lea: Meine Freunde sind auch zugleich meine Familie. Mehr Freunde hab ich nicht. Das andere sind alles Bekannte. Insofern gibt es da auch keine konkrete Beschreibung. Ohnehin ist es so, wenn man mich beschreiben könnte, wäre ich nicht mehr offen für eine Weiterentwicklung, ob sportlich oder privat.

FL: Nächste Saison möchte ich gerne... 

Lea: …auch ohne eine Wildcard im Hauptfeld der LEIPZIG OPEN sein.

FL: Mein Lieblings Grand Slam ist... 

Lea: …US Open.

FL: Mein letztes Buch war... 

Lea: …City of Fallen Angels.

FL: Ohne Tennis... 

Lea: …würde ich durchdrehen ☺

FL: Steffi Graf ist... 

Lea: …eine von ganz wenigen Persönlichkeiten, die sich selbst übertroffen hat. Eine grandiose Sportlerin und noch eine grandiosere Person nach ihrer sportlichen Karriere. Jeder Sportler, Künstler, Politiker usw. kann sich Steffi Graf als Vorbild nehmen.